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meranergruppe - Be-Gehung Be-Gehung

Be-Gehung

Die „Be-Gehung“ des Ifingers (2.581 m) war Teil der „MG – mountain gallery“. Der Auftakt zur Wanderung war am Pfiffinger Köpfl eine Räucherung von Hannes Egger. Auf glühenden Kohlen verbrannte er Beifuss (lat. Artemisia Vulgaris), ein Heilkraut welches auf Brachflächen und an Wegesrändern häufig vorkommt. Mit dieser Aktion griff er auf sein Werk „100 days smoke“, welches für die „MG – mountain gallery“ am Tschigat eingerichtet war zurück.
Peter Tribus, ganz in weiß gehüllt, zeigte zwischen den Felsen unter der Kuhleitenalm die Performance „Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten“. Der Künstler kommentierte mit der Aktion sein Werk welches auf der Mutspitze aufgebaut war. Tribus inszenierte das Zwiegespräch zwischen Gott und Petrus in der Apostelgeschichte, in welchem Gott dem Apostel in einem großen leinenen Tuch „allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels“ zeigte und sprach: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss!“
Am Einstieg zur Klettersteig auf den Ifinger wartete Sabine Auer auf die WandererInnen. Die Künstlerin nahm Bezug, auf ihr Werk, welches sich am Gipfel des Ifingers befandt und einen Brotlaib auf einem bestickten Kissen zeigt. Mit selbstgebackenen Broten legte sie den Schriftzug „communio“ in der Bergwiese aus. Die Bergsteiger, welche am Sonntag, 22. August an der Installation vorübergingen konnten teilhaben und sich Brote aus dem Schriftzug herausnehmen um ihren Hunger damit stillen. Teilen meint für Sabine Auer nicht nur aus- und verteilen sondern aus mitteilen im Sinne von kommunizieren.
Zum Abschluss der Wanderung wurde allen TeilnehmerInnen eine von Antonio Riello erarbeitet  „Spirituelle Erste Hilfe Karte“ mit einer Telefonnummer ausgeteilt, welche in großer geistiger Not angerufen werden kann und am anderen Ende der Leitung Gott antwortet.
Die Begehung des Ifingers verstand sich als gemeinschaftlicher Akt und Prozess, in welchem die Reflexion im Vordergrund stand. Die TeilnehmerInnen an der Expedition werden mit den Arbeiten und Überlegungen der KünstlerInnen konfrontiert. Interessierte konnten an einem Tag an vier Arbeiten der „MG – mountain gallery“ teilhaben ohne vier verschiedene Berge besteigen zu müssen.
Die Be-Gehung fand auf Einladung der Bergbahnen Meran 2000 statt.