Am Herz-Jesu-Sonntag, den 13. Juni um 15 Uhr eröffnet die meraner gruppe am Vigiljoch, das 100 Tage dauernde Bergprojekt „MG – mountain gallery“ auf acht Gipfeln rund um das Meraner Becken.
Für das Projekt „MG . mountain gallery“ nimmt die meraner gruppe das „gemeinsame Gehen“ ernst und beziehen die Landschaft in ihre Arbeit ein. Landschaft verstehen die KünstlerInnen als geografischen Ort, der mehr als ein Punkt oder Fleck auf einer Landkarte ist, sondern Örtlichkeit welche Natur, Kultur, Glaube und Menschen prägt. Die meraner gruppe veranlasst Verortungen von Kunst, wo diese nicht erwartet und normalerweise nicht angetroffen werden. Die acht Erhebungen, welche den Raum um Meran dominieren und bespielt werden sind die Mutspitze (2.294), der Hirzer (2.781 m), der Laugen (2.434 m), der Ifinger (2.581 m), die Rötlspitze (2.625 m), der Tschigat (2.998 m), das Vigiljoch (1.793 m) und die Stoanernen Mandlen (2.003 m).
Für die KünstlerInnen verstehen sich die Berggipfel als ausgesetzte Ansatzorte um über Gott nachzudenken. In vielen Religionen sind Berge sakrale Orte. Auch in den Alpen gibt es allerlei Berg-Wallfahrtsorte, religiöse Erzählungen, Sagen, Hexen-Geschichten und vorchristliche Kultorte im Gebirge. Religiöse Symbole, vor allem in Form von Gipfelkreuzen finden sich auf fast allen dominanten Erhebungen in den Alpen. Die Berge, welche sich durch ihre Vertikalität von der leichten Erschließung ausgeschlossen sind, in Richtung Himmel sich auftürmen und sich nur unter bestimmten körperlichen Anstrengungen besteigen lassen bieten sich als Orte der Reflexion über Gott an. Die Besteigung des Berges bis zum geographischen „Tabernakel“ und der daraufhin folgende Abstieg, sind integrativer Bestandteil der Kunstwerke der MG – Mountain Gallery. Kunst wird somit nicht nur zu einer ästhetischen, sondern auch zu einer geistigen, religiösen und körperlichen Aktivität. Interessierte, die alle „Gipfel-Räume“ der MG - Mountain Gallery erkunden möchten können für 100 Tage, zwischen dem 13. Juni und dem 20. September, acht Gipfel um Meran besteigen und gemeinsam mit den KünstlerInnen über „Gott“ nachdenken.
Ifinger (2.581 m) - Sabine Auer
Laugen (2.434 m) - Franziska Egger
Tschigat (2.998 m) - Hannes Egger
Rötlspitze (2.625 m) - Martin Geier
Hirzer (2.781 m) - Peter Schwellensattl
Stoanernen Mandlen (2.003 m) - Sara Schwienbacher
Mutspitze (2.294) - Peter Tribus
Vigiljoch (1.793 m) - Antonio Riello